Kennt ihr die Western Filme, in denen die Ganoven voellig ueberladen mit schimmernden Goldklumpen versuchen ueber die Schienen zu verduften? Ich glaube bei Karl May's "Schatz im Silbersee" war es auch so. An diese Filme muss ich immer denken, wenn ich von unserem Zeltplatz in die Stadt laufe. Zuerst laufe ich an dem Grossen Felsen, der ueber der Buch trohnt vorbei und dann nehme ich eine Abkuerzung, die fuehrt neamlich entlang der Gleise einer Eisenbahn. Das Beste daran ist, auf beiden Seiten wachsen Brombeeren, unendlich viele! So laufe ich also auf den Gleisen, bleibe immer wieder stehen, um meinen Bauch mit den koestlichen Beeren zu verwoenen, die mich manchmal an die leckere Marmelade in der WG erinnern...
Achso, die Ganoven in den Filmen werden fast immer geschnappt, bis jetzt hat mich allerdings noch kein Zug ueberrollt, die hupen so laut! Ich glaube das wuerde in Dtl. als Laermbelaestigung ohne Probleme durchgehen.
Klettern war ich die letzten Tage auch.
Gestern war zum Beispiel ein grosser Tag. Wir hatten uns nach einigen gemaessigten Mehrseillaengentouren vorgenommen nun doch in die schwereren Routen einzusteigen. Die leichten 5-Sterne Routen (hier wird die Qualitaet der Routen in Sternen ausgedrueckt) sind normalerweise voellig ueberfuellt und man muss schon am Einstieg warten. Die "Grand Wall" war auch so einen Nummer. Nach dem schon beschriebenen Reinfall sind wir an einem zugegebener Weise Samstag ;-( morgens um Acht am Einstieg gewesen. Wir waren innerhalb einer halben Stunde 4 Seilschaften und die vor uns war wieder einmal eine sehr langsame...
Hier noch eine kleine Anmerkung fuer die Fachkundigen: Die Tour ist nicht einfach, aber als die erste Seilschaft eines ihrer ATC in der vorletzten SL fallen liess, mussten sie auf mich warten, um ihnen den Halbmastwurf zeigen zu duerfen:-)
Ich bin schon wieder abgeschwiffen. Gestern wollten wir also einen schwereren Weg durch den Granitblock nehmen.
Freeway, 5.11d, 12 Seillaengen.
Es war absolut der Hammer! 50 Meter lange SL, nicht so eine 25 Meter Seillaenge, damit man jederzeit mit nem 50 Meter Strick noch abseilen kann, Nee, richtige lange SL! Fels ist superfest, die Risse und Verschneidungen haben mir einige Knobelaufgaben gestellt um irgendwie meinen Arsch da hochzubekommen. Weiter oben klettert man durch ein ziemlich ueberhaengendes Dach, was sich einfach unbeschreiblich anfuehlt. Diese Masse an Luft, an Tiefe, an Leere unter sich zu spuehren und sich dann auch noch auf den abweisenden Fels konzentrieren zu muessen, boa. Ganz schoen gigantisch. Ich glaube deshalb bin ich hier her gefahren. Das fehlt mir vielleicht manchmal in den Sportklettergebieten. Ist das etwa das Adrenalin?
Ich muss es euch noch kurz schreiben. Der Ausstieg war ebenfalls wunderbar. Die Route geht am Ende ein Kante raus, die man anpiazen muss. In der 12. SL fast oben, muss man sich nochmal richtig beherrschen um keinen Fehltritt zu unternehmen um nicht sogleich Fluegel schlagend um die Kante zu saussen.
Es war ein wunderschoener Klettertag mit etwas zu wenig Wasser und ganz viel Sonne.
soweit erstmal aus der Bibliothek hier in Squamish, denn hier gibts kostenloses Internet.
Vielen Dank fuer die Gruesse und fuer das gute Feedback.
franz.
20.08.09
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Da fällt mir nur das allseits beliebte Seilkomando:"Dilettanten über uns..." ein:-)
Riesige Granitwände fetzen eben einfach, da will ich auch noch ma hin... Naja, nu gehts erstma nach Spanien.
CU und lass ab und zu ma was hören
Frank
hi franz,
mabana fliegen schon am 20. september wieder nach deutschland. ich will mit emmes road tour nach spain, afrika machen. wenn der dir ueber den weg laeuft krall dir den kerle mal der soll mir mailen.
regards
mabe
Kommentar veröffentlichen